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Dienstag, 21. Mai 2024

20 Jahre Kinder-Hospiz Sternenbrücke / Am 1. Mai 2023 feiert die Sternenbrücke ihr 20-jähriges Bestehen im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“

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Hamburg (ots) –

Der 1. Mai 2023 ist für das Kinder-Hospiz Sternenbrücke ein besonderes Datum. An diesem Tag lädt die Sternenbrücke alle Interessierten – von 12 Uhr bis 18 Uhr – zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Bedingt durch die Corona-Pandemie war das lange nicht möglich. Umso mehr freuen sich alle Mitarbeitenden nun, diesen besonderen Tag 2023 wieder begehen zu können – in dem Jahr, in dem das Kinderhospiz auch sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Erwartet werden rund 3.000 bis 4.000 kleine und große Besucher*innen, die die Gelegenheit haben, das Haus zu besichtigen und sich in Gesprächen mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden sowie in vielfältigen Vortragsreihen über die Arbeit der Sternenbrücke zu informieren. Durch den Abschiedsbereich werden kleinere Führungen angeboten, im Rahmen derer die Besucher*innen Einblick in die besonderen Rituale des Kinderhospizes erhalten. Rund um das Haus erwartet die Gäste zudem ein vielseitiges Bühnen- und Rahmenprogramm, das anlässlich des runden Geburtstages besonders bunt wird.

Das Rahmenprogramm am 1. Mai 2023

Carlo von Tiedemann führt als Moderator durch das Bühnenprogramm, das u.a. Grußworte und Rückblicke von der Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, Melanie Schlotzhauer, sowie dem aktuellen Vorstand der Stiftung Kinder-Hospiz Sternenbrücke beinhaltet. Auftritte von Rolf Zuckowski, Musicaldarstellerinnen, die Hits aus „Mamma Mia“ singen, dem Seemannschor Hamburg und dem Schulcircus PampelMuse e.V. sowie ein Live-Kicken mit dem Hamburger SV Torwartteam runden das Programm ab.

Für die kleinen Gäste wird ein umfangreiches Spiel- und Bastelangebot angeboten, bei dem der Kreativität keine Grenzen gesetzt werden. Ein Marktplatz mit verschiedenen Verkaufsständen lädt zum Stöbern und Schlemmen ein und im Rahmen einer Tombola sowie an einem Glücksrad gibt es tolle Preise zu gewinnen. Alle Einnahmen des Tages kommen der Arbeit der Sternenbrücke zu Gute.

Informationen zur Sternenbrücke

Die Welt steht still bei der Nachricht: „Wir können für Ihr Kind nichts mehr tun“. Aus dem Wunsch, Familien mit unheilbar erkrankten Kindern auf ihrem schweren Weg zu begleiten, entstand das Kinder-Hospiz Sternenbrücke, das 2003 als erstes Kinderhospiz für Norddeutschland seine Türen öffnete.

Seither ist es das Ziel aller Mitarbeitenden, Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einem Haus voller Wärme, Liebe und Zugewandtheit im Rahmen der Entlastungspflege und Finalpflege sorgsam zur Seite zu stehen. Seit der Eröffnung konnte das multiprofessionelle Team, das unter dem Dach der Sternenbrücke arbeitet, rund 700 betroffene Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern bis zu einem Alter von 27 Jahren auf ihrem schweren Weg begleiten.

Zeitgleich kann das Kinderhospiz zwölf unheilbar erkrankte junge Menschen und ihre Eltern sowie Geschwister oder Lebenspartner*innen und Kinder aufnehmen. Ein Zimmer wird immer freigehalten für Notfallverlegungen.

Bis heute sind 205 junge Menschen in der Sternenbrücke ihren letzten Lebensweg gegangen – sie alle haben ihre Spuren hinterlassen und die Arbeit der Sternenbrücke um wertvolle Erfahrungen reicher gemacht.

Auch nach dem Verlust ihres Kindes steht die Sternenbrücke den Familien weiter zur Seite.

Zur Finanzierung der Sternenbrücke

Das Kinder-Hospiz Sternenbrücke ist zu einem großen Teil durch Spenden finanziert und somit auf die finanzielle Unterstützung von Dritten angewiesen. So kostet die umfassende Pflege und Begleitung einer Familie in der Sternenbrücke täglich rund 1.200,00 Euro. Etwa 60 Prozent der Kosten, vor allem für die Pflege des erkrankten Kindes, werden von den Kranken- und Pflegekassen übernommen. Da die Sternenbrücke aber nicht nur das erkrankte Kind pflegt, sondern auch das Familiensystem unabhängig von ihrer finanziellen Situation auf vielfältige Weise unterstützt, um es in dieser schwierigen Lebensphase zu stabilisieren, bleiben rund 40 Prozent der Kosten von den gesetzlichen Kostenträgern ungedeckt. Daraus ergibt sich ein jährlicher Spendenbedarf von rund 2 Millionen Euro.

Die Sternenbrücke blickt in die Zukunft

Man kann die Kinder-Hospiz Sternenbrücke wohl als Keimzelle der pädiatrischen Hospiz- und Palliativarbeit in Hamburg bezeichnen, aus der im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte weitere Initiativen entstanden sind, die sich alle eine bestmögliche Begleitung betroffener Familien wünschen.

„Wir bleiben auf unserem Weg nicht stehen“ ist und bleibt auch das Motto der Sternenbrücke. „Unser Ziel für die nächsten Jahre ist es, die Familien im Netzwerk entstandener Initiativen noch weiter zu stärken, auch über die Aufenthalte in der Sternenbrücke hinaus“, so Peer Gent, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kinder-Hospiz Sternenbrücke.

Seine Vorstandskollegin und Geschäftsleitung des Palliative-Care Bereichs, Sonja Albers, ergänzt: „Voller Zuversicht und Tatendrang blicken wir in die Zukunft. Gemeinsam mit den erkrankten Gästen und den betroffenen Familien werden wir unseren Fokus auf die Weiterentwicklung dieses besonderen Ortes legen. Das Bewusstsein, dass jeder gemeinsame Augenblick ein Geschenk ist, stärkt uns auf unserem Weg und setzt Energien frei für ein weiteres Sternenbrücken-Jahrzehnt.“

Pressekontakt:
Christiane Schüddekopf
Hospiz- und Pressesprecherin
Telefon: 040 – 81 99 12 154
E-Mail: [email protected] Ischdonat
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Ltg.)
Telefon: 040 – 81 99 12 757
E-Mail: [email protected] Sternenbrücke
Sandmoorweg 62
22559 Hamburg
www.sternenbruecke.de
Original-Content von: Kinder-Hospiz Sternenbrücke, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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