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Dienstag, 25. Juni 2024

Aus der Wohnung ausgesperrt: Was tun?

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Man passt nur einen kleinen Moment nicht auf und schon ist es geschehen: Die Haustür fällt ins Schloss und man hat seinen Schlüssel in der Wohnung vergessen. Es kann auch passieren, dass man nach einem langen Abend im Büro oder mit Freunden nach Hause kommt, nur um zu bemerken, dass man den Schlüssel verloren hat. Handelt es sich um einen Notfall, sollte man jedoch schnell agieren. Wenn keiner einen Ersatzschlüssel für die Wohnung hat (Eltern, Partner, o. ä.) bleibt nur die Möglichkeit, einen Schlüsseldienst in der Nähe zu kontaktieren.

Sind keine Kinder in der Wohnung, Essen auf dem Herd oder andere potenzielle Notfallsituationen präsent, hat man die Möglichkeit, einige DIY-Methoden auszuprobieren, um auf eigene Faust in die Wohnung zu gelangen, bevor man den Schlüsseldienst rufen muss. Welche Methoden erfolgversprechend sind und wie sie gelingen, haben wir in unserem Beitrag zusammengefasst.

Einen anderen Weg ins Haus finden

Bevor man versucht, die Tür mit den unten beschriebenen Methoden zu öffnen, sollte man zuerst überprüfen, ob man nicht durch ein offenes Fenster oder die Balkontür wieder in die Wohnung gelangen kann. Steht ein Fenster offen, kann man erst einmal tief durchatmen und schnell wieder zurück in die Wohnung gelangen.

Ist ein Fenster im Erdgeschoss gekippt, kann man es rasch öffnen, indem man den Fenstergriff von der senkrechten in die waagerechte Position bringt. Hierzu benötigt man eine Schnur, ein dünnes Seil oder einen Schnürsenkel und knotet eine Art Lasso mit einer etwa 1 cm langen Schlaufe. Im nächsten Schritt umfasst man den Griff des Fensters mit der Schlaufe. Man legt sie also von außen über den innenliegenden Griff. Danach legt man die Schnur nach oben über den Fensterflügel und zieht sie leicht bis hin zur gegenüberliegenden Seite des Griffes. Nun muss man das Fenster etwas zuziehen. Man kann hier einen Saugnapf verwenden oder es mit den Fingern bestmöglich zu ziehen. Zur selben Zeit zieht man mit der anderen Hand die Schnur straff. Dadurch legt sich der Fenstergriff um und schon hat man das Fenster geöffnet.

Mit Bankkarte die Türe öffnen

Diesen Trick sieht man häufig in Filmen, doch was die wenigsten wissen ist, dass man die Tür tatsächlich mit einer Bankkarte öffnen kann, solange sie nicht abgeschlossen ist. Alles, was man benötigt, ist eine Karte aus Plastik. Alternativ kann man auch Blech verwenden, doch der Vorteil einer Plastikkarte ist, dass keine Schäden an der Tür entstehen.

Zuerst schiebt man die Plastikkarte vorsichtig in den Türspalt. Man sollte darauf achten, sich zunächst nur mit einer Ecke heranzutasten. Ein guter Startpunkt ist eine Position oberhalb des Griffes. Sobald man den Widerstand der Schlossfalle, auch Schnapper genannt, spürt, kann man ihn nach innen drücken. Er befindet sich etwa 2 bis 3 cm oberhalb des Türgriffs oder auf derselben Ebene des Griffes. Manche Türen gehen leicht auf, bei anderen muss man es erst ein paar Mal versuchen.

Haustür mithilfe einer Plastikflasche öffnen

Dieser Hack funktioniert ähnlich wie das Öffnen der Türe mit einer Scheckkarte. Hierzu benötigt man lediglich eine PET-Flasche und eine Schere. Man schneidet zuerst den Flaschenboden und den oberen Teil der Flasche ab. Das übrig gebliebene Stück nun mit einer geraden Linie durchschneiden. Danach schneidet man das Plastikstück zu und halbiert es gegebenenfalls noch einmal.

Jetzt schiebt man das Plastikteil mit seiner Wölbung Richtung Tür zwischen den Rahmen und die Tür. Danach tastet man sich bis zur Türfalle heran. Sobald man den Widerstand spürt, drückt man die Schlossfalle mit dem Stück Plastik nach innen und zieht gleichzeitig die Tür zu sich. Und voilà, schon ist man wieder in seiner Wohnung.

Die Türe mit Draht öffnen

Ein Stück Draht kann in einer Notsituation sehr hilfreich sein und man gelangt mit ihm besser zwischen Türrahmen und Tür als mit einer Scheckkarte. Man kann mit dem Draht ähnlich wie mit einer Karte den Schnapper über den Türrahmen nach innen drücken. Alternativ kannst du ein langes Stück Draht mit einer Schlaufe am Ende durch einen Briefkasten- oder Bodenschlitz führen, um die Klinke herunterzuziehen.

Um die Tür mit einem Stück Draht zu öffnen, muss man zuerst ein stabiles Stück Draht finden. Hier sind Schaschlikspieße besonders gut geeignet. Danach biegt man an beiden Enden des Drahts einen rechten Winkel. Nun fährt man mit dem kürzeren Winkel den Draht ein wenig oberhalb des Türgriffes in den Spalt zwischen Tür und Rahmen. Das Ende des Drahtes soll hier nach oben zeigen. Dann schiebt man den Draht so lange nach unten, bis man den Widerstand der Schlossfalle spürt. Jetzt nutzt man den zweiten Winkel als Hebel, sodass man den Draht im Türrahmen drehen kann. Dabei drückt das kurze Drahtende den Schnapper ein und die Haustüre lässt sich leicht öffnen.

Besser Vorbeugen als Aussperren

Damit man gar nicht mehr in diese unglückliche Situation kommt, sollte man auf jeden Fall einen Zweitschlüssel machen lassen, den man beispielsweise bei Nachbarn oder Freunden in der Nähe lassen kann.

Um zu vermeiden, dass man sich aussperrt, wenn man nur eben mal raus möchte, lohnt es sich, in einen Türkeil zu investieren. Dies kann viel Ärger sparen und der Keil sorgt dafür, dass die Haustür offen bleibt.

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