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Freitag, 19. April 2024

BPOL-KI: Achtung Lebensgefahr – „Wilder Überweg“ an der Schnellfahrstrecke Hamburg -Berlin

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Schwarzenbek (ots) –

Immer wieder entdecken Streifen der Bundespolizei sogenannte „Wilde Überwege“ über die Eisenbahnschienen, die von Menschen aus der Region als „Abkürzung“ genutzt werden.
Diese Abkürzungen über die Gleise sind nicht nur verboten, sondern sie sind schlicht weg lebensgefährlich.
In der jüngsten Vergangenheit hatte eine Streife der Bundespolizei eine solche „illegale Überwegung“ im Bereich der Schnellfahrstrecke Hamburg – Berlin festgestellt.
Im Bereich Schwarzenbek – „Radekamp“ befand sich vor dem Ausbau zur Schnellfahrstrecke im Zuge der Straße Radekamp – Totenweg im Sachsenwald ein Bahnübergang.
Dieser wurde vor über 15 Jahren zurückgebaut und für Fußgänger und Fahrzeuge gesperrt.
Als die Beamten jetzt an dieser Stelle auftauchten, staunten sie nicht schlecht, dass sie an dieser Stelle einen „Wilden Überweg“ entdeckten. Der Weg war richtig breit und runtergetrampelt.
Wie schon erwähnt ist die Querung an Stellen außerhalb von Bahnübergängen, Brücken und Tunneln nicht gestattet.
Die unerlaubte Querung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und bei Sperrungen der Strecke oder bei Notbremsungen von Zügen ist es sogar eine Straftat.
Schlimmer wiegt jedoch die Tatsache, dass es „Tödliche Querungen“ sein können.
Züge in diesem Bereich fahren dort über zu 200 km/h schnell.
Der Bremsweg beträgt somit bis zu 2000m.
Für den Triebfahrzeugführer bedeutet dieses, dass er mit erkennen eines Menschen, der die Gleise quert, keine Chance hat den Zug rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Folge ist das Überfahren der Person und alles nur, weil diese abkürzen wollen.
Die Bergung von überfahrenen Menschen stellt für alle beteiligten Rettungskräfte immer eine hohe psychische Belastung dar.
Personen die die Bundespolizei beim unerlaubten Queren erwischt, nutzen oft Ausreden.
„Ich kenne den Fahrplan, gestern kam um diese Zeit auch kein Zug oder ich pass immer gut auf!“

Übrigens werden Fahrplan freie Zeiten, für Güterzüge oder Arbeitszüge genutzt und über eine Autobahn läuft ja auch keiner Freiwillig.
Mit Unterstützung unseres Kooperationspartners DB AG wurden jetzt im Bereich des „Überweges“ Gefahrenschilder aufgestellt.
Wir hoffen, dass sich die Bevölkerung an die aufgestellten Beschilderungen hält.
Die Bundespolizei wird auch zukünftig uniformiert und zivil die Einhaltung die betroffenen Gefahrenpunkte bestreifen.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Kiel
Pressestelle
Michael Hiebert
Telefon: 0431/ 980 71 – 118
Mobil: 0172/ 41 55 241
E-Mail: [email protected]
www.bundespolizei.de
Twitter: @bpol_kueste

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Kiel, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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