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Montag, 24. Juni 2024

Energie aus dem Balkonkraftwerk später nutzen: COMPUTER BILD testet Akkusysteme für Balkonkraftwerke

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Hamburg (ots) –

Balkonkraftwerke sind ein einfacher Weg, selbst Strom zu erzeugen. So eine kleine Solaranlage speist den erzeugten Strom direkt in die Steckdose, wo der Haushalt ihn sofort verbraucht. Doch tatsächlich wird die Energie oft nur zu einem kleinen Teil selbst genutzt – der Rest geht als Geschenk zum Netzbetreiber. Und abends, wenn der Fernseher läuft, erzeugt die Balkon-Solaranlage keinen Strom. Größere Solaranlagen lösen das Dilemma mit einem Stromspeicher, der die Energie für die spätere Nutzung vorhält. Doch bei Balkon-Solaranlagen mit ihren maximal 600 Watt Leistung war das bis dato nicht vorgesehen. Einige Hersteller haben jetzt Speicherlösungen speziell für Balkonkraftwerke entwickelt. Drei solcher Systeme hat COMPUTER BILD in der Praxis getestet.

Die Akkusysteme von Anker und Zendure lassen sich auf ein bestehendes Balkonkraftwerk aufsatteln. Bei Anker braucht es dafür nur den Batteriespeicher „Solix E1600“, Zendures „SolarFlow“ besteht aus einem Akku und dem externen Steuerungskasten „PV-Hub“. EcoFlow strickt das Konzept hingegen um die hauseigenen Powerstations herum, wobei der hauseigene Wechselrichter „PowerStream“ das Herzstück bildet.

Die Steuerung ähnelt sich bei den drei Systemen: Eine App auf dem Smartphone zeigt jeweils den Stromfluss an und ermöglicht, die Energie zu steuern. Es lassen sich einige Leitplanken setzen. Dazu gehört der Energiebedarf im Haus, den Nutzerinnen und Nutzer selbst einstellen, denn die Systeme kennen den tatsächlichen Verbrauch nicht. EcoFlow und Zendure bieten aber smarte Steckdosen, die eine bedarfsgerechte Einspeisung möglich machen. Bei Zendure lässt sich auch Shelly-Zubehör in die App integrieren. Während bei Anker das Prinzip „möglichst einfach“ gilt, geht das bei EcoFlow granularer. Die Steuerung priorisierte aber im Test den Speicher. Zendure löst die Steuerung insgesamt am besten.

Ein Ziel beim Betrieb eines Balkonkraftwerks ist, die Stromrechnung zu drücken. Nach ein paar Jahren hat sich der Kaufpreis von rund 400 bis 1200 Euro in der Regel amortisiert. Daher muss man genau überlegen, ob sich die Investition in die Speichersysteme (ab ca. 800 Euro) lohnt. Das hängt unter anderem davon ab, wie viel Strom sich tagsüber verbrauchen lässt. Zudem gelingt den jungen Systemen die Steuerung des Stromflusses noch nicht immer optimal und bedarfsgerecht – hier helfen aber laufende Updates.

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Pressekontakt:
COMPUTER BILD Digital GmbH
Andrea Starke
E-Mail: [email protected]
Original-Content von: COMPUTER BILD, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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