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Mittwoch, 7. Dezember 2022

Europäisches Patentamt gibt Finalisten der ersten Ausgabe des Young Inventors prize bekannt

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München (ots) –

Ein KI-gestütztes Abfallmanagementsystem, biologisch abbaubare Hygienebinden und Tampons zur Bekämpfung von „Period Poverty“ sowie eine App zur Früherkennung von Parkinson sind die Erfindungen, die von den ersten Finalisten des neu geschaffenen Preises für junge Erfinderinnen und Erfinder entwickelt worden sind. Mit dieser neuen Auszeichnung des Europäischen Patentamts soll die nächste Generation von Erfinderinnen und Erfindern gefördert werden.

Mit dem Preis für junge Erfinderinnen und Erfinder werden Einzelpersonen oder Teams von Innovatoren im Alter von 30 Jahren und jünger ausgezeichnet. Er würdigt die Kreativität aufstrebender junger Talente, die inspirierende technologische Lösungen im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (https://sdgs.un.org/goals) entwickeln, um damit unser Leben auf nachhaltige Weise zu verbessern.

„Es ist mir eine besondere Freude, die Finalisten der ersten Ausgabe unseres Preises für junge Erfinderinnen und Erfinder bekannt zu geben“, sagte EPA-Präsident António Campinos. „Ihr Einfallsreichtum und ihre Beharrlichkeit sind eine Inspiration für uns alle und unterstreichen die entscheidende Rolle der nächsten Generation von Erfindern beim Aufbau einer nachhaltigeren Welt.“

Die Gewinner des Young Inventors prize werden bei der virtuellen Preisverleihung (https://inventoraward.epo.org/) des Europäischen Erfinderpreis 2022 am 21. Juni bekannt gegeben. Der Gewinner oder die Gewinnerin erhält ein Preisgeld von 20 000 Euro, während der zweit- und der drittplatzierte Finalist 10 000 Euro bzw. 5 000 Euro entgegennehmen kann.

Neben dem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit sind bei dieser Premiere die Geschlechter gleichmäßig vertreten. Zudem repräsentieren die Finalisten vier Länder: Brasilien, Belgien, das Vereinigte Königreich und die USA. Sie wurden von der Jury aus Hunderten von Kandidaten und Erfinderteams ausgewählt, die von der Öffentlichkeit, nationalen Patentämtern in ganz Europa und EPA-Mitarbeitern vorgeschlagen wurden.

Die Finalisten 2022 sind:

Rafaella de Bona Gonçalves (Brasilien):

Biologisch abbaubare Hygienebinden und Tampons zur Bekämpfung von „Period Poverty“

Um das weit verbreitete Problem der „Period Poverty“ (Menstruationsarmut) zu bekämpfen, entwickelte Rafaella de Bona Gonçalves biologisch abbaubare Menstruationsprodukte für wirtschaftlich benachteiligte Bevölkerungsgruppen in ihrem Land. Die Produkte bestehen aus biologisch abbaubaren Fasern, wie zum Beispiel den in Brasilien leicht verfügbaren Abfällen aus der Bananenernte.

Weitere Informationen (https://www.epo.org/news-events/press/european-inventor-award/young-inventors-prize/2022/de-bona-goncalves_de.html)

Victor Dewulf und Peter Hedley (Belgien/Vereinigtes Königreich):

KI-gestütztes Abfallmanagement

Auf Basis eines ersten Prototyps, bei dem aus Müllcontainern zusammengesuchte Abfälle und ein bei eBay gekauftes Laufband zum Einsatz kam, entwickelten Victor Dewulf und Peter Hedley ein KI-gestütztes Erkennungs- und Sortiersystem, mit dem Abfallentsorgungseinrichtungen Müll schnell und genau trennen können, um sicherzustellen, dass mehr Abfall recycelt wird.

Weitere Informationen (https://www.epo.org/news-events/press/european-inventor-award/young-inventors-prize/2022/dewulf_de.html)

Erin Smith (USA)

Früherkennung von Parkinson dank KI

Inspiriert von YouTube-Videos des Schauspielers und Parkinson-Patienten Michael J. Fox hat die amerikanische Studentin Erin Smith eine KI-gestützte App entwickelt, die anhand von Videomaterial die Früherkennung der Parkinson-Krankheit ermöglicht. Dies könnte zu einem frühzeitigeren Gegensteuern führen, um die Entwicklung der Krankheit zu verlangsamen.

Weitere Informationen (https://www.epo.org/news-events/press/european-inventor-award/young-inventors-prize/2022/smith_de.html)

Über den Young Inventors prize

Das Europäische Patentamt hat den Preis für junge Erfinderinnen und Erfinder im Jahr 2021 ins Leben gerufen, um die nächste Generation von Erfindern zu inspirieren. Der Preis richtet sich an junge Menschen von bis zu 30 Jahren und zeichnet Initiativen aus, die Technologien nutzen, um einen Beitrag zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen zu leisten. Der erste Platz ist mit 20 000 EUR dotiert, die zweit- und drittplatzierten Finalisten erhalten jeweils 10 000 EUR bzw. 5 000 EUR. Eine unabhängige Jury (https://www.epo.org/news-events/events/european-inventor/jury_de.html), bestehend aus ehemaligen Finalisten des Europäisches Erfinderpreises, wählt die Finalisten und Gewinner. Das EPA wird den Preis erstmalig im Rahmen der virtuellen Preisverleihung des Europäischen Erfinderpreises (https://inventoraward.epo.org/) am 21. Juni überreichen. Lesen Sie mehr über die Teilnahmebedingungen und Auswahlkriterien für den Young Inventors prize (https://www.epo.org/news-events/events/european-inventor/young-inventors_de.html).

Über das EPA

Mit 6 400 Mitarbeitern ist das Europäische Patentamt (EPA) eine der größten Behörden in Europa. Das EPA, das seinen Hauptsitz in München sowie Niederlassungen in Berlin, Brüssel, Den Haag und Wien hat, wurde mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit zwischen den Staaten Europas auf dem Gebiet des Patentwesens zu stärken. Dank des zentralisierten Verfahrens vor dem EPA können Erfinder hochwertigen Patentschutz in bis zu 44 Staaten erlangen, die zusammen einen Markt von rund 700 Millionen Menschen umfassen. Außerdem ist das EPA weltweit führend in den Bereichen Patentinformation und Patentrecherche.

Pressekontakt:
Pressestelle des Europäischen Patentamts
Tel. +49 89 2399 1833
press@epo.org
Original-Content von: Europäisches Patentamt (EPA), übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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