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Donnerstag, 18. April 2024

„Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke“ für NDR Koproduktion „Meinen Hass bekommt ihr nicht“

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Hamburg (ots) –

Regisseur Kilian Riedhof erhält am Dienstagabend, 20. Juni, für seinen Film „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ den nationalen „Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke“ verliehen. Die deutsch-französische Kinokoproduktion wurde von Komplizen Film in Koproduktion mit dem NDR (Federführung) in Zusammenarbeit mit ARTE realisiert. Der Preis wird in München verliehen und ist mit 7500 Euro dotiert.

„Meinen Hass bekommt ihr nicht“ schildert die Nacht des 13. Novembers 2015. Da ändert sich für Antoine Leiris (gespielt von Pierre Deladonchamps) alles. Bei einem Terroranschlag im Pariser Musikclub Bataclan verliert er seine Frau Hélène, die Mutter seines knapp zwei Jahre alten Sohnes. In einem bewegenden Facebook-Post stellt er dem Hass der Attentäter die Liebe zu seinem Kind entgegen. In weiteren Rollen sind unter anderen Zoé Iorio, Camélia Jordana, Thomas Mustin, Christelle Cornil, Anne Azoulay, Farida Rahouadj und Yannuk Choirat zu sehen.

Die Jury würdigt die NDR-Koproduktion in ihrer Begründung als einen „großartigen, meisterhaft erzählten Film“. Für die Vorlage waren Kilian Riedhof, Jan Braren und Marc Blöbau bereits mit dem Deutschen Drehbuch Preis (Lola) für das beste unverfilmte Drehbuch ausgezeichnet worden.

NDR Programmdirektor Frank Beckmann: „Der Film erzählt die bewegende Geschichte eines Mannes, dem durch brutale Gewalt das Liebste im Leben genommen wird. Und obwohl er emotional durch das tiefste Tal seines Lebens geht, weigert er sich, Hass und Rachegefühle zu empfinden und diese in sein Leben treten zu lassen. Das ist praktizierter Humanismus! Ich freue mich mit Kilian Riedhof und seinem Team über diese wertschätzende Auszeichnung und dass der NDR dazu beitragen konnte, diese atmosphärisch dichte und sehenswerte Literaturverfilmung umzusetzen.“

„Der Film erzählt die bewegende Geschichte eines Mannes, dem durch brutale Gewalt das Liebste im Leben genommen wird, durch tiefste Täler geht und der sich dennoch weigert, in Hass und Vergeltung zu fallen. Das ist praktizierter Frieden, darum freuen wir uns mit Kilian Riedhof und seinem Team über diese wertschätzende Auszeichnung und dass der NDR dazu beitragen konnte, diese atmosphärisch dichte und sehenswerte Literaturverfilmung umzusetzen.“

Der Film feierte 2022 Welturaufführung auf dem 75. Locarno Filmfestival und wird voraussichtlich 2025 anlässlich des zehnten Jahrestages des Bataclan-Anschlages in Das Erste und in der ARD Mediathek zu sehen sein. Die Redaktion hatten auf NDR Seite Christian Granderath und Sabine Holtgreve, bei ARTE Andreas Schreitmüller sowie Claudia Tronnier. Das Werk von Kilian Riedhof lief bereits in den deutschen Kinos.

Weitere Koproduzenten sind: Haut et Court, Frakas Productions, Tobis, MMC Movies Köln, Erfttal Film, RTBF, Proximus, Shelter Prod in Zusammenarbeit mit CINÉ+, Wallimage, Haut et Court Distribution, Cofinova 17 und Indéfilms 9.

Seit mehr als 20 Jahren zeichnet der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales und der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft SPIO künstlerisch wertvolle Filme aus, die eine humanistische, gesellschaftspolitische Dimension haben. Über 60 symbolische Brückenpfeiler sind seitdem an Filmemacher aus aller Welt verliehen worden.

Ein 90-minütiger Zusammenschnitt der Verleihung ist am Sonnabend, 1. Juli, um 23.35 Uhr in 3sat und am Sonntag, 2. Juli, um 23.15 Uhr im BR Fernsehen zu sehen.

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Quelle: ots

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