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Dienstag, 25. Juni 2024

Segel-Bundesliga startet in die neue Saison 2023/ Expansion, Erfolge und Rekorde

Top Neuigkeiten

Hamburg (ots) –

4.000 Wettfahrten pro Saison /// SAILING Champions League Finale in Travemünde /// Durchschnittsalter der Aktiven unter 25 Jahren /// Neues Konzept für die Juniorenliga /// Women’s SAILING Champions League /// Große Medienpräsenz /// Beginn der neuen Saison am 12. Mai 2023

Die Erfolgsgeschichte der Segel-Bundesliga, die vor zehn Jahren in ihre erste Saison startete, ist bis heute einmalig. Innerhalb weniger Jahre gelang es in Deutschland eine erste und zweite Segel-Bundesliga zu etablieren, später folgte der Aufbau der Junioren-Liga. Parallel wurden im europäischen Ausland und Übersee ähnliche Liga-Formate entwickelt, so dass die SAILING Champions League die Königsklasse der internationalen Segelclubs bildet

Auch in ihrem elften Jahr geht die Expansion des Liga-Segelns weiter. Inzwischen haben 25 Länder die Entwicklung des Liga-Segelns nach deutschem Vorbild adaptiert und eigene Segel-Ligen gegründet, in vielen Ländern wird – wie auch in Deutschland – die J/70 als Einheitsklasse für die Liga-Regatten genutzt. „Inzwischen sind über 350 Segelclubs aus 25 Ländern mit über 3.000 Seglerinnen und Seglern im Ligasport organisiert“, sagt Oliver Schwall, der vor nun elf Jahren die deutsche Segel-Bundesliga mit seiner Hamburger Firma Konzeptwerft gründete. „Ganz neu dabei ist nun die Irish Sailing Federation, die für Irland eine eigene Liga anbietet.“ Derzeit laufen Verhandlungen mit führenden Segelvereinen in den USA, so dass Oliver Schwall zuversichtlich ist, noch dieses Jahr den Start der US-amerikanischen Sailing League bekannt geben zu können.

4.000 Wettfahrten pro Saison

Der Reiz des Ligasegelns liegt nicht nur in dem aus dem Ballsportarten bekannten Club-gegen-Club Prinzip, sondern auch in der perfekten Organisation der einzelnen Liga-Spieltage. Bei diesen Events bekommen die teilnehmenden Teams vom Veranstalter die einheitlichen Boote, die absolut vergleichbar sind, gestellt. In vielen kurzen, aufeinanderfolgenden Wettfahrten, sogenannten Fleets, segeln Kleingruppen gegeneinander. Je nachdem, ob die Vereine in der 1. oder 2. Liga segeln oder sich auch noch für die SAILING Champions League qualifiziert haben, segeln die Ligateams der Vereine fünf bis acht Events pro Jahr, die alle zwischen zwei und drei Tage dauern. „An einem Liga-Wochenende werden durchschnittlich 30 bis 40 Einzelwettfahrten gesegelt“, verdeutlicht Oliver Schwall. „In Summe werden im internationalen Liga-Sport sagenhafte 150 Veranstaltungen mit 4.000 Wettfahrten pro Jahr gesegelt!“

SAILING Champions League Finale in Travemünde

Genau wie im Fußball qualifizieren sich die besten Clubs der Länder in einer eigenen Champions League Serie, bestehend aus drei Qualifikations-Events und einem Finale. Das große Finale der besten Ligateams der Welt findet dieses Jahr wieder im Rahmen der Travemünder Woche statt. „Wir werden mit Spannung verfolgen, ob es die Rekordmeister vom Norddeutschen Regatta Verein schaffen, ihren SAILING Champions League Titel zu verteidigen“, sagt Oliver Schwall.

Durchschnittsalter der Aktiven unter 25 Jahren

In den zehn Jahren ihres Bestehens haben sich die Kader der teilnehmenden Teams zunehmend verjüngt. Lag der Altersdurchschnitt in den ersten Jahren bei rund 30 Jahren und mehr, ist das Durchschnittsalter der Teilnehmenden nun auf unter 25 Jahre gesunken. „In den Kadern der Bundesliga-Vereine sind Topathleten aus den olympischen Bootsklassen, die für ihre Heimatvereine bei der Liga an den Start gehen und mit ihrer großen Wettkampferfahrung das Niveau der Liga beständig erhöhen“, sagt Oliver Schwall. „Kleinraumtaktik vor dem Start und klassische Match-Race Elemente beherrschen nun die anspruchsvollen Wettfahrten, vor allem der 1. Bundesliga.“

Neues Konzept für die Juniorenliga

Mit einer eigenen Juniorenliga bieten die Liga-Organisatoren die Möglichkeit, früh Bundesliga-Luft zu schnuppern und den Nachwuchs in den Vereinskadern dauerhaft zu sichern. Schon mit Gründung der Juniorenliga war das Interesse der jungen Regattaseglerinnen und Segler aus den Vereinen sehr groß, talentierte, ambitionierte Jollenseglerinnen und Segler nutzen dieses Format, um Erfahrungen auf den kleinen Kielschiffen zu sammeln und so den die seglerische Karriereleiter in Richtung Bigboat-Racing emporzuklettern.

In der Juniorenliga sind ebenfalls 18 Teams versammelt, insgesamt gibt es bundesweit 51 Juniorenteams. „Von Beginn an wird die Juniorenliga maßgeblich vom Heinz Nixdorf Verein unterstützt. Zusammen haben wir uns für dieses Jahr ein neues Konzept überlegt, dass den vielen deutschen Juniorenteams auf den unterschiedlichen Revieren gerecht wird“, erklärt Oliver Schwall. „Über regionale Qualifikationswettfahrten in den Gebieten Nord, West und Süd werden die Finalteilnehmer ermittelt. Parallel arbeiten wir am Aufbau einer Youth SAILING Champions League und planen das große Finale in Kiel.“

Women’s SAILING Champions League

Wie beim The Ocean Race sind Frauen aus der Segel-Bundesliga nicht mehr wegzudenken, zahlreiche Vereine setzen auf Mixed-Teams in ihrer Bundesligamannschaft. Mehr und mehr formieren sich aber auch rein weibliche Teams. Deren Saisonhighlight ist die Women’s SAILING Champions League, deren großes Finale dieses Jahr in Kopenhagen stattfindet. Das Qualifikationsevent für die deutschen Frauenteams findet auf dem Wannsee statt, gastgebender Verein ist der Berliner Yacht-Club. „Von den rund 3.000 deutschen Seglerinnen und Segler, die bisher bei der Segel-Bundesliga angetreten sind, sind fast ein Drittel Frauen“, betont Oliver Schwall. „Zwanzig Teams haben bereits für den Qualifier in Berlin gemeldet, das verdeutlicht eindrucksvoll, was für einen hohen Stellenwert das Liga-Segeln für die deutschen Frauenteams hat.“ Jährlich vergibt die Segel-Bundesliga einen Sonderpreis für das Liga-Team mit dem höchsten Frauenanteil, im letzten Jahr ging diese Auszeichnung an die Segelabteilung des FC St. Pauli.

Um den Teams, die keine vereinseigene J/70 zu Trainingszwecken zur Verfügung haben, eine möglichst optimale Vorbereitung auf die Liga-Spieltage zu ermöglichen, können die Liga-Boote seit diesem Jahr gechartert werden. Dabei orientieren sich die Trainingsmöglichkeiten an den Austragungsorten der jeweiligen Liga-Events, so dass ein weiterer kostspieliger Transport der J/70 nicht möglich ist.

Große Medienpräsenz

Wie kein anderes Sportformat hat die Segel-Bundesliga seit Beginn eine immense mediale Präsenz. „Das Format Verein gegen Verein begeistert alle und bietet die Chance, Segelsport auch in den regionalen Medien zu präsentieren“, sagt Oliver Schwall. „Dazu sind die kurzen Wettfahrten mit den wechselnden Fleets prädestiniert für eine live-Berichterstattung, die sich hervorragend über die Möglichkeiten der verschiedenen social media Kanäle abbilden lässt.“

Rund drei Millionen User werden derzeit über die verschiedenen Plattformen mit den Inhalten der Segel-Bundesliga und den Informationen der einzelnen Liga-Vereine versorgt, Tendenz beständig steigend. „Segelsport lebt von Bildern, Emotionen, Naturgewalten und Ergebnissen“, sagt Oliver Schwall und verweist darauf, dass im letzten Jahr über zehn Millionen Segelfans über die Ergebnisse der verschiedenen Ligen informiert wurden. „Auch in den segelarmen Wintermonaten sind unsere Zugriffszahlen immer weiter gestiegen, das zeigt, welche Strahlkraft die Bundesliga für alle Fans des Liga-Segelns hat.“

Beginn der neuen Saison am 12. Mai 2023

Der erste Spieltag der neuen Saison 2023 findet vom 12. bis 14. Mai auf dem Wannsee statt, gastgebender Verein ist der Verein Seglerhaus am Wannsee. Für je 18 Vereine in der 1. und 2. Segel-Bundesliga geht es dann wieder um Punkte, Qualifikationen und für den einen oder anderen auch um den Abstiegskampf. „Der Blick auf die insgesamt 36 deutschen Vereine, die an der Bundesliga vertreten sind, zeigt eine große regionale Vielfalt“, erläutert Oliver Schwall. „Wie kein anderes Format bietet die Segel-Bundesliga Segelsport auf allerhöchstem Niveau mit einem lokalen Bezug zu den Akteuren.“

Die Durchführung der Segel-Bundesliga auf diesem hohen Niveau ist nur möglich durch die aktive Mithilfe der ausrichtenden Vereine und ihrer ehrenamtlichen Helfer sowie die Unterstützung der zum Teil langjährigen Partner boot Düsseldorf, Gin Sul, Kiel Sailing City, Robline, BAY und BAYQ, Segelmacherei Fritz und Marinepool.

Für die kommende, elfte Saison der Segel-Bundesliga werden wie im Vorjahr live-Streams von den einzelnen Events die Spannung auf der Regattabahn direkt zu den Fans transportieren. Bei ausgewählten Events wird es zudem eine Live-Moderation an Land geben. „Die Begeisterung für das Liga-Segeln ist ungebrochen und die Unterstützung der gastgebenden Vereine und vielen ehrenamtlichen Helfer nach wie vor sehr hoch“, sagt Oliver Schwall. „Durch die starke Identifikation mit dem eigenen Heimatverein ist eine große Verbundenheit entstanden, die den Liga-Regatten einen hohen Stellenwert gibt und dieses erfolgreiche Format so zu immer neuen Rekorden bringt.“

Über die Deutsche Segel-Bundesliga:

Die Deutsche Segel-Bundesliga wurde 2013 von der Deutschen Segel-Bundesliga GmbH (DSBL GmbH) gemeinsam mit 17 Segelvereinen gegründet. In der 1. Segel-Bundesliga und der 2. Segel-Bundesliga treten jeweils 18 Clubs gegeneinander an. Jeder der 36 Vereine nominiert einen Kader von bis zu 20 Seglerinnen und Seglern, von denen vier pro Verein und pro Regatta starten. 48 Wettfahrten auf baugleichen Booten (J/70) entscheiden an jedem Spieltag, also jedem Regatta-Wochenende, über die Punktzahl für die Tabelle. Am Ende der Saison darf sich der Sieger der 1. Bundesliga „Deutscher Meister der Segelvereine“ nennen und erhält die Meisterschale. Bei der Qualifikation für die 2. Bundesliga, dem DSL-Pokal, werden vier Liga-Startplätze neu ausgesegelt.

Pressekontakt:
Deutsche Segel-Bundesliga GmbH
Oliver Schwall
+49 (0)171 8623192
[email protected]
deutsche-segelbundesliga.de
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Original-Content von: Deutsche Segel-Bundesliga GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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