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Montag, 24. Juni 2024

TÜV SÜD-Tipps zu Kauf und Nutzung von Dampfbügeleisen

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München (ots) –

Die Coronazeit mit all ihren Einschränkungen ist längst Vergangenheit: Geburtstage werden groß gefeiert, Hochzeitsfeiern werden nachgeholt, Theater und Konzerte sind gut besucht. Wer wieder regelmäßig eine schicke Bluse oder ein Hemd trägt, muss damit auch häufiger bügeln. War das alte Bügeleisen noch für einen gelegentlichen Einsatz in Ordnung, stellt sich jetzt vielen Verbrauchern die Frage, ob sich nicht eine Neuanschaffung lohnt. TÜV SÜD-Produktexperte Christian Kästl gibt Tipps, worauf beim Kauf zu achten ist.

Dampfbügeleisen: Im Haushalt längst Standard

Dampfbügeleisen erzeugen – wie der Name schon sagt – während des Betriebs Dampf, der Fasern lockert und damit das Glätten der Stoffe deutlich erleichtert. Textilien können so grundsätzlich schneller, mit deutlich weniger Kraftaufwand und schonender, bei niedrigerer Temperatur gebügelt werden. Ein manuelles Befeuchten ist nicht erforderlich. „Für die typische Anwendung in einem Privathaushalt sind Dampfbügeleisen bestens geeignet und haben die früher vorherrschenden Trockenbügeleisen längst abgelöst“, erläutert Christian Kästl. „Wer heute ein Bügeleisen kaufen will, wird sich in aller Regel für ein Dampfbügeleisen entscheiden.“ Zwar sind Trockenbügeleisen aufgrund des fehlenden Wassertanks leichter und kompakter, beide Argumente spielen aber bei der Anwendung zu Hause nur eine untergeordnete Rolle.

„Grundsätzlich erfordert ein Dampfbügeleisen etwas mehr Aufmerksamkeit, um ein Verkalken zu verhindern. Moderne Modelle sind aber deutlich anwenderfreundlicher als früher. Käufer sollten auch auf die Größe des Wassertanks sowie das Gesamtgewicht des Geräts achten“, so der Experte. Auf Reisen sind Größe und Gewicht natürlich entscheidend. Hierfür gibt es jedoch spezielle Reisebügeleisen, die eine sinnvolle Investition für alle darstellen, die häufig unterwegs sind.

Wasser ist nicht gleich Wasser

Leitungswasser oder destilliertes Wasser? Ein genauer Blick in die Bedienungsanleitung gibt Antwort, erklärt Christian Kästl: „Die meisten Hersteller geben zwar an, dass ihre Geräte mit Leitungswasser befüllt werden können. Oft wird aber unterschieden, wie mineralhaltig dieses ist. Gerade in den mineral- und vor allem kalkreichen Gegenden Deutschlands ist hier Vorsicht geboten.“

Destilliertes Wasser ist gereinigtes Wasser, das von Mineralien und anderen Verunreinigungen befreit wurde. Es hat den Vorteil, dass es die Bildung von Kalkablagerungen in Dampfbügeleisen reduziert, was die Lebensdauer des Geräts verlängert und die Dampferzeugung effizienter macht. Eine reine Befüllung mit destilliertem Wasser wäre zwar für eine geringere Kalkbildung von Vorteil, wird aber von manchen Herstellern ausdrücklich ausgeschlossen: Es kann unter Umständen das Gerät schädigen.

Tipps gegen schnelles Verkalken

Neben der Verwendung des richtigen Wassers sollten Verbraucher darauf achten, den Wassertank nach jedem Gebrauch zu leeren und auch das Restwasser wie in der Gebrauchsanweisung aus dem Gerät zu entfernen. Außerdem sollte das Bügeleisen, wie vom Hersteller empfohlen, regelmäßig von Kalkablagerungen befreit werden. In der Gebrauchsanleitung ist zu lesen, ob hierfür spezielle Anti-Kalk-Patronen erforderlich sind oder welche Reinigungsmittel der Hersteller empfiehlt. Verfügt das Modell über Anti-Kalk-Funktionen, sollten diese auch genutzt werden. Falls das Gerät warnt, dass ein Entkalken erforderlich ist, ist dies zeitnah zu erledigen. Auch der integrierte Wasserfilter – falls vorhanden – sollte auf Kalkablagerungen überprüft werden.

Vorüberlegungen zum Kauf

„Der Preis ist längst nicht mehr das entscheidende Kriterium und zudem wenig aussagekräftig, wenn es um die Qualität eines Bügeleisens geht“, so Christian Kästl. „Bei Discounter-Aktionen bieten sogar Markenhersteller gute Geräte für wenig Geld. Daher rate ich jedem Interessenten, sich vorab über seine Anforderungen Gedanken zu machen.“

– Was erleichtert mir persönlich die Arbeit am meisten? Benötige ich eine besonders kurze Aufwärmzeit oder dürfen es auch ein paar Sekunden mehr sein? Muss es wirklich ein extra großer (und damit schwerer) Wassertank sein? Brauche ich wirklich 3.000 Watt Leistung oder wähle ich lieber ein sparsameres Gerät? Ist mir ein besonders langes Stromkabel wichtig oder bevorzuge ich ein Bügeleisen mit Akku? Liegt das Gerät gut in der Hand?
– Welche Features sind mir wichtig? Bei der Sicherheit gibt es natürlich keine Kompromisse – Funktionen wie eine Abschaltautomatik sind daher selbstverständlich. Aber brauche ich wirklich einen Warnhinweis, wenn das Gerät entkalkt werden muss? Stört es mich, wenn ich spezielle Reinigungsmittel des Herstellers verwenden muss?
– Wo kann ich sparen? Klar ist: Je höher die Dampfleistung, desto effizienter das Bügeln. Dieser Wert ist in Gramm pro Minute auf den Verpackungen angegeben und eignet sich damit gut für einen direkten Vergleich. Aber ist eine hohe Dampfleistung wirklich so wichtig für meine Bügelwäsche oder kann ich hier problemlos bares Geld sparen?

In puncto Sparen gibt der Experte außerdem noch einen Tipp für die Anwendung: „Entnimmt man die Wäsche bügelfeucht aus dem Trockner, spart man einerseits Trocknungsenergie und andererseits auch Verdampfungsenergie beim anschließenden Bügeln.“

Produktprüfungen sorgen für Sicherheit und Zuverlässigkeit

Vor jedem Kauf eines Elektrogeräts sollten Interessenten unbedingt einen Blick in die Gebrauchsanleitung werfen. Dabei geht es nicht nur darum, Antworten auf die Frage nach Stromverbrauch, Dampfleistung oder dem erforderlichen Wasser zu erhalten, sondern beispielsweise auch Informationen zu Reinigungs- und Wartungsvorgängen inklusive der benötigten Reinigungsmittel. Geräte, bei denen die Wasserentleerung und Reinigung besonders umständlich ist, lassen sich so bereits vorab identifizieren.

Gerade bei Elektrogeräten stellen unabhängige Produktprüfungen eine wichtige Entscheidungshilfe dar. Zwei Kennzeichnungen sind besonders hervorzuheben: Der Käufer sollte unbedingt auf das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit sowie das Oktagon von TÜV SÜD achten. Christian Kästl erklärt das Vorgehen: „Wir als Produktprüfer von TÜV SÜD testen nicht nur die elektrische und mechanische Sicherheit der Dampfbügeleisen, sondern auch, wie sich mögliche Anwenderfehler auswirken. Wir checken in unserem Prüflabor die Angaben der Hersteller, etwa zu Aufwärmzeit oder Energieverbrauch. Auch die chemische Unbedenklichkeit wird geprüft. Im Hinblick auf die von den Herstellern versprochene Nutzerfreundlichkeit führen wir die erforderlichen Wartungstätigkeiten wie in der Gebrauchsanleitung beschrieben durch, um zu testen, ob auch Laien alle Vorgänge gefahrlos ausführen können. So sind Verbraucher, die bei der Kaufentscheidung für ein neues Bügeleisen auf unser Prüfsiegel achten, auf jeden Fall auf der sicheren Seite.“

Mehr Informationen unter https://ots.de/wfzgbbhttps://ots.de/BbwAPN.

Pressekontakt:
Dirk Moser-Delarami
TÜV SÜD AG
Unternehmenskommunikation
Westendstr. 199, 80686 München
Tel.: +49 (0) 89 / 57 91 – 15 92
Fax: +49 (0) 89 / 57 91 – 22 69
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Original-Content von: TÜV SÜD AG, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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